Erkältungszeit

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11. Dezember 2017 | Rubrik: Rund ums Kind

Erkältungszeit: So kommen Familien gut durch den Winter!

 

In der nasskalten Jahreszeit sind Schnupfen und Co. fast ständige Familienbegleiter. Vor allem Krippen- und Kindergartenkinder scheinen jeden Infekt aus ihrem Umfeld aufzuschnappen und mit nach Hause zu bringen.

 

Eltern brauchen sich deswegen jedoch keine Sorgen zu machen: Eine Erkältung pro Monat ist in diesem Alter durchaus normal. Denn das Immunsystem der Kleinen ist noch nicht gegen die vielen verschiedenen Krankheitserreger gewappnet. Mit jedem grippalen Infekt aber lernt es dazu und die Abwehrkräfte steigen. Vorbeugende Maßnahmen können jedoch helfen, das Immunsystem zusätzlich zu stärken. Sie gelten auch für ältere Kinder und Eltern.

 

Kind krank – was tun?

Wird das Kind doch einmal krank, helfen in der Regel einfache Hausmittel. Denn die meisten Entzündungen der oberen Atemwege werden durch Viren ausgelöst – und gegen sie ist kein Kraut gewachsen. Viel Liebe und Zuwendung, ein ruhiger Tagesablauf und Bettwärme können jedoch die Genesung fördern. Mit bewährten Hausmitteln lassen sich außerdem die Beschwerden lindern. Sie sind bei Kindern empfehlenswerter als handelsübliche Medikamente aus der Apotheke. Denn der junge Organismus reagiert auf bestimmte Wirkstoffe – auch pflanzliche – anders als der erwachsene. „Kinder unter 12 Jahren sollten keine acetylsalicylsäurehaltigen

Schmerzmittel wie zum Beispiel Aspirin einnehmen, da sie zu lebensbedrohlichen Organschäden führen können“, warnt die Germeringer Kinderärztin Dr. Karolin Diergarten. Alkoholhaltige Präparate wie homöopathische Tropfen seien ebenso ungeeignet. Hier empfiehlt sich vielmehr die Einnahme von Globuli. Auch bei ätherischen Salben und Ölen ist Vorsicht geboten. „Sie können die Schleimhäute reizen oder Hautallergien auslösen“, so die Medizinerin. Sie rät, Babys unter sechs Monaten davon fernzuhalten. Hier einige Tipps zur Linderung von Beschwerden:

 

Besser Atmen

❚ Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit im Zimmer, indem Sie zum Beispiel nasse Tücher auf die Heizung legen oder einen Topf mit Kamillentee oder einer Salzlösung darauf stellen.

❚ Zum Abschwellen der Nasenschleimhäute: selbst hergestellte Nasentropfen. 1 Gramm Speisesalz oder Nasenspülsalz aus der Apotheke in 100 ml Wasser aufl ösen und mit einer Pipette in die Nase träufeln. Ältere Kinder können eine

Kochsalzlösung oder Kamillendampf inhalieren (ca. 10 Minuten mit Inhalationsgerät oder über einem Topf, dann jedoch immer unter Beaufsichtigung und bei niedrigen Temperaturen).

❚ Ätherische Öle wie Eukalyptus oder Menthol je nach Verträglichkeit anwenden, zum Beispiel einige Tropfen auf den Schlafanzug oder die Bettdecke träufeln.

 

Husten lindern

❚ Gegen Hustenreiz helfen warme Kräutertees mit Honig oder Salbeibonbons

(Vorsicht: bei Kleinkindern Verschluckungsgefahr!). Je nach Art des Hustens kann man sich in der Apotheke eine individuelle Mischung zubereiten lassen.

❚ Warme Essigwickel auf der Brust. Wie Sie Wickel und Umschläge richtig anwenden, finden Sie auf der Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Kindergesundheit-Info“ unter www.kindergesundheit-info.de

 

Fieber senken

Fieber ist eine Strategie des körperlichen Abwehrsystems, um Krankheitserreger abzutöten. Daher sollte es im Normalfall nicht mit Medikamenten unterdrückt werden. Kritisch wird es laut Experten erst ab einer Körpertemperatur von ca. 39°C, denn hohes Fieber belastet das Herz-Kreislauf-System. Dann können Wadenwickel mit nassen, lauwarmen Tüchern helfen, das Fieber auf sanfte Art und Weise zu senken.

„Sollte das Kind mehr als drei Tage hohes Fieber, über zwei Tage Halsschmerzen oder länger anhaltenden Husten haben (über eine Woche, bei starkem Husten früher), suchen Sie bitte einen Arzt auf“, rät Diergarten.

 

(SF)

 

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